Foppa AG

Technik und Anwendung

EXTREM KURZE LÖSCHZEITEN DURCH FEINSTZERSTÄUBUNG VON WASSSER

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Das Prinzip

Das Hochdruck-Löschverfahren basiert auf der Feinstvernebelung von Wasser. Es werden feinste Wassertröpfchen erzeugt, was eine grosse Wasseroberfläche zur Folge hat. Dadurch wird der Kühleffekt des Wassers optimal ausgenutzt (Energieentzug). Gleichzeitig reduziert sich durch die Wasserdampfbildung die Sauerstoffkonzentration bzw. die Sauerstoffzufuhr wird behindert.

Die Wirkungsweise

Der auf einen Druck von bis zu 250 bar erhöhte Wasserfluss sorgt dafür, dass das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Zerstäuberdüse der Löschpistole austritt. Der Wassernebel erreicht deshalb auch schlecht zugängliche Brandherde wie z.B. in Dachstühlen, Wandvertäfelungen oder Zwischendecken.

Das Feuer verliert in kurzer Zeit grosse Mengen an Energie durch die Verdampfung des Wassers. Durch die Dampfbildung wiederum sinkt der Sauerstoffgehalt im Brandgeschehen unter kritische Grenzen, was zum Ersticken des schon geschwächten Feuers führt. Es handelt sich also gerade um diesen Doppeleffekt, der das Hochdruck-Löschverfahren so effektiv macht.

Einsatzbereiche

Amtliche Statistiken der Feuerwehren belegen, dass mehr als 80 % aller Brände Klein- und Mittelbrände sind. Diese Brände können aufgrund des schnelleren Zugangs zum Brandgeschehen schnell und erfolgreich mit dem HDL-System gelöscht werden. Wasserschäden werden vermieden. Das Hochdrucklöschgerät HDL wird bei Bränden der Klasse A und B eingesetzt. In der Brandklasse A (Feststoffbrände) wird vorwiegend das klassische Löschmittel Wasser verwendet.

Je nach Bedarf und Situation kann durch die Zumischung des Schaummittels und die schnelle und unkomplizierte Umschaltung an der Schnellangriffs-Einrichtung auf Schaum umgestellt werden. Dieser eignet sich hervorragend zum Löschen brennbarer Flüssigkeiten (Brandklasse B) und verhindert bei Feststoffbränden eine mögliche Rückzündung.

Löschleistung

Die Löschleistungen des HDL sind bei geringstem Wasserverbrauch beeindruckend. Das Löschprinzip ist nicht «Ersäufen», sondern Abkühlen und Ersticken. Dadurch ist die Brandstelle nach dem Löscherfolg üblicherweise vollkommen trocken. Das unkontrollierte Verschleppen von kontaminiertem Schadenswasser ist daher unmöglich.

In Hunderten von Testeinsätzen mit realistischen Vorbrennzeiten und Tausenden von praktischen Einsätzen haben sich sparsamste Wasserverbrauchswerte herauskristallisiert:

PKW-Brand in voller Ausdehnung, einschliesslich Reifen: 15 - 30 l
PKW-Brand im Frühstadium (durchschnittlich): 9 l
Reifenbrand, in Mengen bis 50 Stück (pro Reifen): 0.5 - 1 l
Palettenbrand (10 Stück): 5 - 20 l
Zimmerbrand: 10 - 40 l