Foppa AG

Rauch-Druckanlagen (RDA)

  • Lüfter
  • Ventilator
  • Rauch-Druckanlagen
  • RDA Druckgeräte, Zuluftgerät und Druckregeleinheit

Mit einer Rauchschutz-Druckanlage können die zu schützenden Räume im Brandfall mit einem kontrollierten Überdruck zu den umgebenden Räumen gegen einen Raucheintritt geschützt werden. Damit können Fluchtwege rauchfrei gehalten werden.
Die Rauchfreihaltung von Flucht- und Rettungswegen, insbesondere von notwendigen Treppenräumen in Hochhäusern, ist eine wesentliche Voraussetzung, um eine Evakuierung von Menschen und einen Löschangriff der Feuerwehr auch über einen längeren Zeitraum zu ermöglichen.

Je nach Brandschutzkonzept sind unterschiedliche Schutzziele für die Regelungen der Verrauchung in den Flucht- und Rettungswegen definiert.

Warum Überdruck in Flucht- und Rettungswegen
Treppenräume und Flure sind keine Brandräume. Mögliche Brandräume stellen dagegen die angrenzenden Nutzungseinheiten dar. Eine maschinelle Entrauchung erzeugt immer einen Unterdruck im beaufschlagten Raum. Dies kann bewirken, dass aus den Nutzungseinheiten Brandrauch in das Treppenhaus oder den Flur gesaugt wird und der Rettungsweg unpassierbar wird. Die Behandlung von Flucht- und Rettungwegen sollte deshalb immer in Verbindung mit einem Zuluftventilator erfolgen, um im Rettungsweg einen Überdruck gegenüber der Nutzungseinheit zu erzielen.

Wie gross muss der Überdruck sein
Im Brandfall darf die Druckdifferenz auf keine der angrenzenden Türen eine grössere Kraft als
100 N, entspricht ~ 50 Pa bei einer 2 m² grossen Tür, ausüben, da sonst das Risiko besteht, dass die Tür im Brandfall nicht mehr zu öffnen ist. Die Druckdifferenz muss grösser sein als der Brandraum-Überdruck an der Tür-Oberkante (ca. 5-10 Pa).

Wie muss eine Rauchschutz-Druckanlage reagieren, wenn sich Türen öffnen
Der konstante Überdruck kann einen Raucheintritt verhindern, solange alle Türen geschlossen sind. Öffnet sich eine Tür, so erfolgt in einem Zeitraum von weniger als einer Sekunde der Druckausgleich. In diesem Moment gilt es sicherzustellen, dass der offene Türquerschnitt mit einer ausreichenden Geschwindigkeit durchströmt wird. Diese erforderliche Geschwindigkeit ist abhängig vom Brandraumdruck und damit von der Temperatur.
Die Bemessung wird nach SN EN 12101-6; hier wird für die Durchströmung geöffneter Türen eine Geschwindigkeit von 0,75 m/s angesetzt (bzw. 2,0 m/s, wenn auch Brandbekämpfungsmassnahmen über das Treppenhaus durchgeführt werden.